Donnerstag, 13. Juni 2013

Mit dem Rad durch die Stadt Hamburg

Durch meine neue Lebenssituation kann ich nicht mehr zu Fuß durch die Stadt zur Arbeit, sondern bin auf die S- und U-Bahnen oder auf mein Fahrrad angewiesen. Das Fahren mit dem Rad ist schon sehr schön, gerade bei dem aktuell gutem Wetter, jedoch birgt das auch die eine oder andere Gefahr.

Gestern fuhr ich entspannt nach Hause, mehr mit mir und meiner nicht vorhandenen Kondition kämpfend als wirklich glücklich zu sein. Da wechselte eine junge Dame vom S-Bahn-Ausgang Landwehr quer über den Radweg zum Fußgängerübergang an der Straße.
Natürlich mit ihrem Telefon und Kopfhörern beschäftigt, als auf den Verkehr um sieh herum achtend. Das Ergebnis war, dass ich eine Vollbremsung machte, etwas wie "Urgs!" sagte, sie mich verwirrt anschaute und ich weiter radelte. Ich glaube nicht, dass sie geschnallt hat, dass ich fast in sie hinein gefahren wäre.
Dass ich dann auch noch wieder Kraft aufwenden musste, um wieder in Schwung zu kommen, war ein unerfreulicher Nebeneffekt.

Einige hundert Meter weiter spazierte ein älterer Herr mit Jogginghose an, in welche er über die Tasche seine Hand steckte um sich genüsslich zwischen den Beinen zu kratzen.

Lecker...


Der Höhepunkt meiner Fahrt kam dann mehr in Wandsbek, wo ein größerer, silbernen Wagen aus einer Querstraße geschossen kam, sah, dass links von ihm der Verkehr frei war und weiter fuhr.
Nach rechts, wo ich ankam, achtete er nicht. Erst als ich meine zweite Vollbremsung hinlegte, sah er mich. Da war er dann schon fast komplett auf der Straße. Danke.
Klar, ich war auf der linken Seite der Straße, nicht in Fahrtrichtung rechts. Nur wollte ich da fahren, da ich bald auf diese Seite musste. Fußgänger hätte der Mann auch nicht gesehen. Kollateralschäden sind einkalkuliert.


Noch etwas verwirrt und verärgert fuhr ich weiter, etwas überraschend für uns beide, lief ein großer schlanker Mann mit weißem Haar und roter Hose auf den Radweg. Wir beide schauten überrascht, ich sagte was wie "Oooohh!" Dann wichen wir uns beiden aus, grinsten, winkten zur Entschuldigung und fuhren weiter. So kann es auch laufen.

Zu Hause war ich dann froh, dass ich Feierabend machen konnte.

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