Dienstag, 18. Juni 2013

Von Radfahrer und Fußgängern

Schon spannend, was man so erleben kann, wenn man mit dem Rad unterwegs ist.

Für viele Menschen muss es eine Herausforderung sein, einfach einen Schritt zur Seite zu machen, andere auszuweichen. Grad Fußgänger, aber auch die lieben Radfahrer, können da sehr störrisch sein und auf dieses kleine Recht pochen und endlich mal den Oberlehrer raushängen lassen.


Pöbeleien auf der Straße

Mit einem Freund war ich per Rad unterwegs. Wir fuhren schon auf der richtigen, also rechten, Seite, doch gingen ein jüngeres Pärchen nebst Begleiter so breit auf dem Fußweg, dass auch der Radweg zu eng war. Ich fuhr schnelle, mein Freund klingelte, der männliche Part des Pärchens maulte gleich los:
"Fahrt nicht auf dem Fußweg!" was kaum der Fall war,
"Fahrt nicht nebeneinander!" was albern war, da sie auch zu dritt nebeneinander her spazierten und den kompletten Fußweg nebst Radweg einengten.

Mein Freund hielt sogar an, erwiderte leicht gereizt einige Wort. Das eine gab das andere und ich war froh, dass es nicht zu peinlichen Handgreiflichkeiten kam. An den Antworten, Kleidung und dem Gehabe der drei konnte man ein bildungsferners Aufwachsen raushören.

Nun ja, wir fuhren weiter, sie gingen weiter. Was hat's gebracht? Nix.


Fußgänger meckern gern

Fährt man als Radfahrer auf dem Bürgersteig weil die Fahrt auf der Straße doch unangenehm gesundheitsgefährdend wirkt, so wird man schnell Zielscheibe von verbalen Zurechtweisungen seites der rechthabenden Fußgänger. Besonders dann, wenn man klingeln muss, um anvorbei zu kommen. Ich klingele inzwischen schon gar nicht mehr, warte lieber und radel dann vorbei.
Klappt leider nicht immer. Die Sprüche sind immer ähnlich. "Radweg, Straße oder nicht so schnell!" werden geboten vom bürgerlich rechthabenden Fußgänger.
 


Auch Radfahrer wollen Recht haben

Das derzeitige Highlight war eine Radfahrerin, welche mir auf der linken Seite der Straße, auf dem Radweg entgegen kam. Sie fuhr grad mal ganz rechts aber noch auf dem Radweg. Schaute mich stur an und maulte mir dann was von "falsche Straßenseite" entgegen. Ich erwiderte nur gelangweilt "Mutti..." Es war Platz genug, Gefahr bestand keine und dummerweise ist es für mich einfacher, die linke Seite zu befahren, weil ich bald auf diese Seite muss und sonst sinnlos die Straße zweimal überqueren müsste.

Nur damit dann die Leute auf "der richtigen Seite" glücklicher sind?

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